Die Dreigroschenoper

Großprojekt „Die Dreigroschenoper“

ein Stück mit Musik
von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Der geschäftstüchtige Bettlerkönig  Jeremias Peachum (Herbert Leidenheimer) treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Bera­tung und Ausstattung der „Ärmsten der Armen“ und setzt auf das schlechte Ge­wissen der Menschen.  Sein Unternehmen blüht, und eigentlich hat er nur einen ernstzunehmenden Gegner in der Stadt: Mackie Messer (Patrick Labiche),  der sich ganz den dunklen Machenschaften von Raub und Mord verschrieben hat, aber mit besten Beziehungen zum Polizeichef Tiger Brown (Jean Lorrain). Mackie Messer  verbringt seine Freizeit  am liebsten mit schönen Frauen.  Dafür landet er beinahe am Galgen.

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Mackies provokante Frage gegen Ende des Stücks bildet auf unterhaltsame, kritische und spielerische Weise dessen Kernthema. Die Moritat von Mackie Messer, das Lied von der Seeräuberjenny oder die Zuhälterballade sind heute Evergreens – die Frage nach dem Wert des Menschen stellt sich immer wieder neu und erfährt momentan fiebrige Aktualität.

Faszination „Dreigroschenoper“

Die Geschichte aus der Welt der Huren und Diebe, der Bettler und Erpresser, der Polizei und des Verbrechens,  mit dem Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 ihren Welterfolg ausgestattet haben, hat bis heute nichts an Faszination verloren.  Bertolt Brecht war gerade 30 Jahre alt, als er seine kapitalismuskritische Oper schrieb.“ Es geht darin um die räuberische Ordnung einer Bürger-Gesellschaft, die verändert gehört, wenn Recht und Gerechtigkeit keine Leerformeln sein sollen.“

Neue Wege

Das „Theater der 2 Ufer“ Kehl  möchte in diesem Jahr mit den Aufführungen der „Dreigroschenoper“ ganz neue Wege gehen.

Mit einem ca. 40 köpfigen künstlerischen Team, das sowohl professionelle Schauspieler, Sänger, Tänzer und Musiker sowie exzellent agierende Amateure beiderseits des Rheins zusammenbringt, probt das Theaterensemble seit März 2015 an dieser aufwändigen und anspruchsvollen Großproduktion, die vom 15.-23. Juli 2016 ca. eine Woche lang in Kehl aufgeführt werden wird. In der Rolle der Lucy wird Katrin Le Provost, inzwischen Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, zu hören und zu sehen sein.

„Wir wollen daran mitarbeiten, dass der kulturelle Standort Kehl als auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Straßburg eine attraktive und zukunftsweisende Dimension bekommt. Die Vernetzung von Kunst und Kulturschaffenden beiderseits des Rheins gilt uns als Zauberformel“ betonen Ruth Dilles, Künstlerische Leiterin des „Theater der 2 Ufer“ und Aline Martin, Leiterin  von „A livre ouvert-wie ein offenes Buch“.

Kultur im Dialog

Das Dreigroschenoperprojekt ist eine grenzüberschreitende Kooperation des „Theater der 2 Ufer“  Kehl  und dem Straßburger Kulturverein  „A livre ouvert-wie ein offenes Buch“. Diese „Kultur im Dialog“ wird unter anderem vom Eurodistrikt Straßburg/Ortenau und den Städten Straßburg und Kehl gefördert. Im Jubiläumsjahr zum 60. Todestag von Bertolt Brecht ein würdiges Event in Kehl. Die Aufführungen werden in französischer Sprache übertitelt.

Premiere: 15.7.16 20:00 Uhr, weitere Aufführungen: 16.,17.,19.,21.,22.,23.7.2016 jeweils um 20:00 Uhr, die Vorstellungen am Sonntag und Dienstag beginnen bereits um 19.00 Uhr.

Eine Einführung in das Stück findet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn statt.

Aufführungsort ist die Halle der “Alten Rösterei” im Hafen Kehl, Oststraße 13,
Karten im Vorverkauf € 16,60 ermäßigt € 12 über alle bekannten Vorverkaufsstellen oder direkt über Reservix.

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